Worauf Sie achten sollten

Worauf Sie achten sollten - Tipps für die gesunde Entwicklungsförderung

 

Das tut gut!

Liegen und gehalten werden

So lange Ihr Baby noch nicht sitzen kann, fühlt es sich auf einer geraden Unterlage auf dem Boden oder im Bett am wohlsten. Auf dem Arm fühlen sich Säuglinge gut aufgehoben, wenn ihr Kopf und der Rücken unterstützt sind. 

Krabbeln und die Welt entdecken

Krabbeln, Aufsetzen und Aufstehen braucht vor allem viel Raum und Bewegungsfreiheit. Zwingen Sie Ihr Kind nicht in Positionen, die es nicht bereits selbst einnehmen kann. Lassen Sie ihm lieber Zeit – so können sich Knochen, Gelenke und Muskeln nach und nach selbst stärken und entwickeln – ohne dass es später zu Haltungsschäden kommt.

Die ersten Schritte auf eigenen Füßen

Schuhe braucht Ihr Kind erst, wenn es frei läuft. Bis dahin bewegt es sich am liebsten barfuß oder trägt rutschfeste Socken. Die ersten Schuhe sollten gleichzeitig Bewegung zulassen und Halt bieten: Knöchelhoch mit fester Fersenkappe und einer biegsamen Sohle für weiches Abrollen. Vor allem sollten die Schuhe nicht zu klein sein!

 

Davon rate ich ab!

Babywippe

Die Babywippe schränkt die lebendige Bewegung Ihres Kindes stark ein und zwingt Säuglinge zu früh in eine Art Sitzposition. Das kann zu Inaktivität führen und schränkt die gesunde Entwicklung Ihres Kindes ein. Die Babywippe sollten Sie daher so selten wie möglich anwenden.

Babyhopser/Türhopser

Kann Ihr Kind seinen Rücken noch nicht aus eigener Kraft aufrecht halten, belastet der Babyhopser die Wirbelsäule zu stark. Der Fuß ist in diesem Alter noch nicht voll entfaltet und es können in schweren Fällen Spitzfüße entstehen. Variable Beinbewegungen können hier ebenfalls nicht geübt werden.

Lassen Sie Ihrem Kind lieber Zeit, bis es selbst frei Gehen und Springen kann – dabei macht es wertvolle Erfahrungen mit der eigenen Kraft – und mit der Schwerkraft.

Lauflerngeräte ("Gehfrei",...)

So genannte Lauflerngeräte stören Ihr Kind beim Laufen-Lernen und können sogar die Entwicklung verzögern. Denn sie nehmen dem Kind die wertvolle Chance, Bewegungsübergänge selbst auszuprobieren. Auch hier trainiert das Kind den Zehenspitzenstand, es hat keine Möglichkeit seine Fußsohle richtig zu belasten, das Gleichgewicht kann nicht trainiert werden und jede natürliche Gehbewegung wird verhindert. Kinder, die noch nicht krabbeln oder laufen können, werden unerwartet mobil. Dadurch entstehen zahlreiche Verletzungsgefahren. 

zu frühes Hinsetzten

Die Rückenmuskulatur eines Säuglings ist erst dann in der Lage, die Wirbelsäule gerade zu halten, wenn ein Säugling von alleine zum Sitzen kommen kann. Das ist mit ca. 10 Monaten der Fall. 

Bei Kindern, die zu früh hingesetzt oder mit seitlichen Stützen in Sitzposition gehalten werden, kommt es zu einer einseitigen Belastung der Wirbelsäule. Ein gesundes Kind kann das zwar eine gewisse Zeit ausgleichen, doch bei längerer Dauer ist seine Muskulatur überfordert. Langfristig kann das zu Fehlhaltungen und zu Problemen mit der Wirbelsäule führen. Zusätzlich wird der Bewegungsdrang, der Motor für eine normale Entwicklung, behindert, da sich Säuglinge aus der sitzenden Position noch nicht selbstständig befreien können. In jedem Fall sollten Kinder erst dann hingesetzt werden, wenn sie aus eigener Kraft in die Sitzposition kommen können und diese auch wieder verlassen können. Vorraussetzung dafür ist, dass die Säuglinge ihre Muskulatur in Rücken und Bauchlage trainieren können.